Erfahrung schon seit 1987
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
ZYSTALGIE
chronische Cystalgie
Manche Autoren schreiben das Wort Zystalgie auch mit C (Cystalgie).
Der Begriff "Zystalgie" setzt sich aus den Wortteilen "Zyst" (= Blase, im eigentlichen Sinne die Har nblase) und "algie" (= Schmerzhaftigkeit) zusammen, kann also mit Bl asenschmerz bzw. Harnbl asenschmerz übersetzt werden.
Eine Zystalgie geht oft mit einem gehäuften Bedürfnis zur Miktion (= Harnlassen) einher. I.d.R. besteht auch ein suprapubischer (= oberhalb des Schambeines gelegener) Druckschmerz.
Die chronische Zystalgie entsteht durch eine Reizung
der Blasenwand, meist in Folge einer Ent zündung oder Überdehnung
derselben aufgrund einer Abflußstörung, die dann zu einer stark gefüllten
Blase führt.
Mögliche Ursachen für eine schmerzhafte Überdehnung der Harnb lase:
Blasensteine
Ent zündung des Blasenhalses
begleitende gynäkologische Erkrankungen (= Frauenkrankheiten)
Obstruktion (= Einengung, Verschluß) z.B. infolge eines Prostatakarzinoms(= Krebs de Vorsteherdrüse) oder auch neurogen (= das Nervensystem betreffend) verursacht
Blasentumor
Blasentamponade (die Harnb lase ist mit geronnenem Blut gefüllt)
Schmerztherapie bei Zystalgie (chronische (= länger als drei Monate anhaltende))
Nicht selten verbleibt trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung (Urologie) weiterhin eine Zystalgie, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Eine chronische Zystalgie erfordert praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Bei der chronische n Cystalgie sind dies:
Therapeutische Lokalanästhesie bei Zystalgie (chronische)
Die einfachste diesbezügliche Methode ist eine wiederholte (stationär 2 x täglich, auch an Wochenenden über 10-14 Tage) Triggerpunktbehandlung mit einem lang wirkenden Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel). Dabei werden schmerzhafte Reizpunkte am Unterbauch infiltriert, wodurch es über die entsprechende Head Zone (= eine über das zugehörige Rücken mark segment laufende Querverbindung zu dem zugeordneten inneren Organ) zu einer Entkrampfung und Durchblutungssteigerung in den darunterliegenden Organen, also auch der B lase, kommt.
Als nächst höhere Therapiestufe können engmaschig wiederholte (optimal täglich, z.B. über 10 Tage) Kaudalb lockaden (Sak ralblockaden) durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um eine sog. rückenmarknahe Betäubung, die über einen kleinen Spalt im Kreuzbe in (Sakralkanal) durchgeführt wird.
Eine sehr hilfreiche und effektive Therapiemethode ist die kontinuierliche epidurale
(= rückenmarknahe) Blockade mit Katheter (= eingepflanzter Kunststoffschlauch).Wirkung und Ausmaß einer lumbalen (=
den Lendenbereich betreffenden) epiduralen Blockade kann
individuell mittels Lokalanästhetikamenge (=
Betäubungsmittelmenge)
und -konzentration so gesteuert werden, daß
die Schmerzreize aus dem gesamten Bauchraum bei weitgehend erhaltener Motorik
(= Muskelkraft) blockiert werden. Der Erhalt der Motorik hat den
Vorteil, daß die Patienten sich unter dieser Therapie weiter frei bewegen
können.
Bei der sog.
kontinuierlichen epiduralen Blockade
(=
Betäubung)
mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch vom
Rücken her dicht an das Rückenmark eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt
durch eine spezielle Kanüle hindurch, es muß also nicht
"aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter
mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das
örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten
Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den
Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Bei technischer
Beherrschung, adäquater Lokalanästhetika-Dosierung und Beachtung der
hygienischen Belange kann das Behandlungsrisiko als vertretbar eingestuft
werden.
Bei einer krebsbedingten Zystalgie kann diese Blockademethode auch angewendet werden, allerdings wird man auf das örtliche Betäubungsmittel verzichten, da in diesem Falle eine gefässerweiternde Wirkung unerwünscht ist, weil diese eine weitere Streuung der Krebszellen begünstigt. Mit einer Morphin-Lösung läßt sich ebenfalls eine gute, schmerzstillende Wirkung erzielen.
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Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).
Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)).
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